FreeNet Hotspot Flat – Funktion Glückssache, surfen im ICE unmöglich

Nachdem ich ende letzten Jahres in den Niederlanden, genauer gesagt einen CenterParc, meinen „Probemonat“ meines Datenvertrages von Mobilcom Debitel im Telekom-Netz für die FreeNet Hotspot Flat nutzen konnte, war ich eigentlich recht angetan: Mit KPN Hotspots funktionierte die App damals, welche noch einen Login mit eMail & Passwort bot, relativ zuverlässig. 

Das es eine App braucht, welche die Verbindung zu den Landingpages „abgreift“, und selbst auf einen – mit für den Kunden nicht ersichtlichen – Weg eine Verbindung zum Internet etabliert, lässt sich verschmerzen.

So versuchte ich, als erneut ein Urlaub im Ausland anstand, die Flat erneut zu buchen. Doch dieses war nicht möglich; das Angebot gibt es schlich in Verträgen im Telekom-Netz bei Mobilcom-Debitel nicht mehr. Doch das tut dem keinen Abbruch. Es gibt ja für Spottpreise Tarife, wo diese Flat gleich Inkludiert hat – für 4,99 Euro kann man da nichts falsch machen. So dachte ich. 

Doch weit gefehlt. Eigentlich, so sollte an erwarten, entwickelt sich ein Produkt weiter. Doch dem war nicht so. Zunächst versuchte ich den bestehenden Account für die FreeNet Hotspots Flat mit den neuen Vertrag über den vom Kundensupport zugesendeten Aktivierungslink zu  „Verbinden“. Ging nicht, es musste ein neuer Account her.  Zum Glück hat man ja mehrere eMail Adressen, so das dieses Hürde genommen wurde. Hiermit funktionierte die App, es war April, genau für 2 Logins an einen Tag. Danach verweigerte sie jedmögliche Funktion; immer wieder gingen die Landigpages im Browser auf, die sonst eigentlich abgegriffen werden. Und auch der Schalter „Automatisch Verbinden“ lies sich nicht mehr umlegen.   

In guten 10 Tickets mit Schilderung des Problemes beim Kundenservice, wurde immer wieder Vertragsseitig die Option De- und Reaktiviert; irgendwann startet man auf Druck meinerseits, ob das Problem nicht viel mehr im Account für die FreeNet App liegen würde, einen Rückfrage bei der „IT“. Dabei muss man wissen, das die FreeNet Hotspots App auf einer Plattform läuft, und  mit dem „Mein Mobilcom-Debitel“ Account nichts zu tun hat. 

Geschlagene 3 Wochen später erhielt die Mitteilung, das die App – für mich ? – nur noch über einen sogenannten „Instant Login Link“ zu aktivieren sein. Den lieferte man mir, und ich nahm mit diesem eine Neuinstallation vor.

Nun war es wieder möglich, sich mit Hotspots zu verbinden. Die üblichen Verdächtigen, an Hauptbahnhöfen von der Telekom, in großen Lebensmittelgeschäften von MyCloud, gehen Tadellos.

Doch sucht mal man dazwischen einen, uns sei es nur um das wenig sinnvolle „Over-the-Air“ Download Limit von iOS zu umgehen, wird es schwierig:  „Kasln-Berliner-Str. 18“ in Dortmund soll zum Beispiel ein solche Hotspot sein – Betrieben von der Telekom. Doch wo ist diese Straße ? Oder die Saslder Straße 116, der Osthellweg sowie Hazsingstr. 8 ? Man kann raten – oder es sein lassen und alternativ mal gedanklich ein paar Zeichen gegen einen Umlaut austauschen. Meist gibt es dann eine ganz ähnliche klingende Straße in der Nähe, wo dann auch tatsächlich ein nutzbarer Hotspot ist. Doch man muss die Stadt dazu kennen. An fremden Orten ist das keine Option.

Nun war ich am letzten Donnerstag mit dem ICE auf den Weg nach Hannover; man wollte sich mal anschauen, wie ein „Business Festival für Digitalisierung“ aussieht. Der nicht da war, verpasst hat man nichts. 

Noch eigentümlicher war, das ich mit meinem Macbook wunderbar in das WIFIonICE WLAN gekommen bin, auf dem iPhone aber keine Ladingpage auf ging.

Nach viel hin und her fand ich den Fehler: Die FreeNet Hotspot App blockiert den Login den ICE Hotspot. Und dank Instant Login Link ist ein Abmelden in der App nicht mehr möglich. Um diese ausser Funktion zu nehmen, ist eine Deinstallation nötig. Diese durchgeführt, funktionieren WIFIonICE Hotspots wieder Tadellos. Die Landingpage geht auf, der kostenfreie Login ist möglich.

Auch hierzu gibt es mittlerweile ein Ticket beim Mobilcom-Debitel Kundenservice. Dass das Problem aber zeitnah gelöst wird, wage ich zu bezweifeln. HANSETECHTEST beschrieb das Problem  unter https://hh.hansevalley.de/2018/05/hansetechtest-freenet-hotspot-app.html schon ende Mai – mit Kontakt zu Pressestelle. Seitdem gibt es zwar ein Update der iOS App. Aber die Nutzung vom WLAN im ICE der Deutschen Bahn wird weiter effektiv unterbunden.

Kurzum: Auch wenn das Produkt ganz interessant erscheint, und die Limitierung auf Smartphones & Tabletts zu verschmerzen ist, fällt das Arrangierten mit der FreeNet Hotspots App mehr als schwer: Diese ist einfach hoffnungslos unausgereift und bringt mitunter nur mit ausreichender Eloquenz gegenüber Mobilcom-Debitel, doch bitte für einen Funktionalität zu sorgen, überhaupt einen fraglichen Mehrwert. 

Nachtrag vom 3.9.2018:

Seit dem letzten Update der der iOS App ist der Verbindungsaufbau an WIFIonICE wieder möglich.

Handytickets – Komfort trotz Unzulänglichkeiten ?

Es war es Dezember 2010, als ich das erste mit der App „Handyticket Deutschland“ in Kontakt kam. Genauer gesagt war es das Wochenende vom vom 4.12. auf den 5.12.2010, als ich im Bereit den VGN zum ersten mal diese App auf meinen iPhone nutzte.

Bereits mit der ersten Nutzung habe ich mich als Vertragspartner an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg gebunden, was immer mal wieder zu einigen Reibungsverlusten führte. So war in den Anfangsjahres die Nutzung vieler Administratiosfunktionen wie Änderung des Kontrollmediums zwingend ein Login über die Homepage der VGN notwendig; der Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen unterhielt über den Plattformbetreiber Hansecom GmbH auf Handyticket.de kein für den Kunden zugängliches Loginportal.

Mit der Zeit kamen zu den Teilnehmern am Handyticket Deutschland beim kommerziellen Launch weitere Verkehrsverbände zu. Dabei nahm der VRR eine Sonderrolle ein: Anfangs nur mit 3 Verkehrsbetrieben – Essen, Wuppertal und Düsseldorf – vertreten, wurde das Handticket ab Herbst 2012 weiter im VRR Gebiet ausgerollt. Dabei traten die Verkehrsbetriebe wie die Düsseldorfer Rheinbahn als „Verkaufspartner“ des Tickets auf. Gültig war es natürlich im gesamten VRR Gebiet. Aber über die Dortmunder Stadtwerke konnte man z.B. das Handtyicket, ein reines Onlineprodukt, nicht kaufen.

Selbst als regelmäßiger Nutzer den ÖPNV, der auch versucht das Konstrukt der Verkehrsverbände zu verstehen, erscheinen solche Konstruktionen doch sehr abenteuerlich. Es passte irgendwie nicht in die „Mobile“ Onlinewelt. Stand heute ist, das alle Verkehrsbetriebe des VRR vertreten sind, aber weiterhin jeder für sich die Tickets anbietet. 

2015 kündigte die VGN die Teilnahme am Handyticket Deutschland auf. Mit ihr verschwanden von ein auf den anderen Tag alle Loginmöglichkeiten der Kunden, die sich beim Erstkontakt mal über die VGN registriert hatten. In meinen Fall waren alle noch nicht ganz angefahrenen 4-Fach Tickets im Bereich des VRR nicht mehr nutzbar. Dieses waren Beträge von 2x 3 von 4 Fahrten je auf einen Tickets Preisstufe A und B. Keine großen Beträge, und nach ein paar Tagen in denen sich VGN und BOGESTRA die Verantwortung hin und hergeschoben haben, konnte ich über LogoPay, einen Zahlungsdienstleister, die Beträge zurück erhalten. Doch trotz dieser „Lösung“: Es ist geradezu Symbolisch, was für schlechte Kompromisse in Plattformen wie „Handyticket Deutschland“  stecken. 

Die VGN bieten nun eines Mobil Ticketing System an; in der eigenen App. MVV und HVV gehen ähnliche Wege und schieden aus dem „Handyticket Deutschland“ System aus, oder sind sofort mit einer eigenen Ticket-App auf den Markt gegangen .

Heute reise ich regelmäßig die Strecke Dortmund Aplerbeck Süd <> Schwerte. Dieses sind benachbarte Waben, sind also mit Preisstufe „A“ zu befahren. Dabei muss man wissen, das Schwerte Verbundgrenze ist, und VRR Tickets „nur“ im Übergang gelten. Aber sie gelten, insbesondere mit Regionalbahn in die VRR Kernstädte Dortmund und Hagen. Doch es ist schlicht der Abfahrtsort „Schwerte“ oder „Schwerte Bahnhof“ in der App des Handyticket Deutschland nicht aufrufbar; die Auskunftsfunktion offenbar dauer-gestört. Ob das spezielle Tarifproblem tatsächlich nicht Abbildbar ist, oder dahinter ebenfalls Verkehrspolitische Gründe stecken (VRR Ticket Online im VGL Gebiet Grenzgebiet gekauft), lässt viel Raum für Spekulationen. Natürlich könnte ich ein Ticket Preisstufe „B“ (Gültig in beiden Dortmunder Waben mir Reise in Nachbarwaben) kaufen, und von Dortmund nach Schwerte reisen, sogar von anderen Ende von Dortmund, quer durch die Stadt nach Schwerte. Doch zurück wäre man es erneut nicht „gültig“ bekommen, da Schwerte als Abfahrtsort weiter fehlt. Und es ist etwa doppelt so teuer wie das Ticket der Stufe „A“ und für die knapp 4km Gleis zwischen den 2 Bahnhöfen am den Talseiten des Schwerte Waldes auch nicht notwendig.

Denn: Die Tickets kann man selbstverständlich – am Schwerter Bahnhof – auf Papier erwerben oder auch gültig stempeln:

IMG 3592

Für mich der Punkt, in dem die Unzulänglichkeiten dieses Systems endgültig dazu führt, das ich wieder das Papierticket bevorzuge. Schade eigentlich… Denn eigentlich müsste ein „Handyticket“ nur das können, was das auf Papier kann.

Erfahrungsbericht: Strato, noch zu Empfehlen ?

Meine Erfahrung mit Performance und Support:

Viele Jahre habe ich einige private Websites auf dem Familien- und Bekanntenkreis auf einen Strato vServer gehostet. Einige Produktgenerationen habe ich mitgemacht, angefangen hatte alles mit einen ganz kleinen vServer für damals glaube ich 9,99 Euro. Für neuere Features, meist mehr RAM oder Festplattenplatz, der doch irgendwann knapp wurde, musste man leider immer ein Upgrade durchführen lassen, da ein Umzug auf einen neue Produktlinie angeblich „aus technischen“ Gründen nicht möglich sein.

Über die Jahre hatte ich dann einen vServer der damaligen Produktlinie „Level 4“ da stehen, den ich eigentlich nie  ausgenutzt habe – ausser das mir die 100 GB Festplattenplatz des vorher gebuchten Paketes zu wenig wurden. So wechselte ich im Februar diesen Jahres zu Netcup. Zuerst war ich Skeptisch, mehr Festplattenkapazität, mehr vCores, mehr garantierter RAM, und für 15,99 Euro statt 29,95 Euro. Zu den Schritt ein nochmals preiswerteres Produkt zu wählen, konnte ich mich nicht durchringen.

Mit netcup bin ich sehr zu frieden; VNC Konsole und ein deutlich besser vServer Control Panel vielen sofort in’s Auge. Doch netcup hat einen entschiedenen Nachteil: Snapshots werden auf dem Volume gespeichert, auf dem auch der Server betrieben wird. Kurz: Kommt es hier im RAID Verband zu einen Datenverlust, sind auch alle Snapshots weg. Also musste eine andere Backuplösung her; zumindest für die Homeverzeichnisse inkl. Mails sowie die SQL Datenbanken. Alles andere ändert sich ja nicht so schnell.

Kürzlich wurde die Produktlinie von Strato angepasst. Ich buchte den kleinsten Server bei denen, teste ihn. Schnell stellte sich die Ernüchterung ein. Zwar lief der vServer auf einer aktuellen Xeon Plattform, doch das die Performance nicht astrein ist, stellte man sogar auf der Konsole fest. Kurze zeit, die ich das medit-blog.de dort gehostet hatte viel mir extrem lange Latenzen vom apache auf. Knapp 40 Sekunden vergingen von der ersten Anfrage bis der Browser die Seite gerendert hat. Unterirdisch ! Bei netcup waren es 5-7 Sekunden für den ersten, 2-3 Sekunden für jeden weiteren Aufruf.

Ich ging auf die Suche, wieso die Unterschiede so drastisch waren. Dabei viel auf: Von den 2 vCores standen mir laut einen „cat /proc/cpuinfo“ nur 560 MHz je Core zur Verfügung; es war kein „normales“ Stepping, denn auch unter Last taktete die CPU nicht hoch. Sysbench brachte anfänglich eine Festplattenperformance von 8-14 Megabyte/s, die Abends gerne auf 2-3 MegaByte/s abgefallen ist.

Vergleich Strato vs. NetCup:

Strato HDD:

Operations performed:  150000 Read, 100000 Write, 319950 Other = 569950 TotalRead 2.2888Gb  Written 1.5259Gb  Total transferred 3.8147Gb  (13.021Mb/sec)  833.33 Requests/sec executed

NetCup HDD:

Operations performed:  547200 Read, 364800 Write, 1167263 Other = 2079263 TotalRead 8.3496Gb  Written 5.5664Gb  Total transferred 13.916Gb  (47.5Mb/sec) 3040.00 Requests/sec executed

Stato CPU:
Test execution summary:
    total time:                          7.9520s
    total number of events:              10000
    total time taken by event execution: 7.9419
    per-request statistics:
         min:                                  0.32ms
         avg:                                  0.79ms
         max:                                 61.35ms
         approx.  95 percentile:               0.32ms
NetCup CPU:
Test execution summary:
    total time:                          1.5821s
    total number of events:              10000
    total time taken by event execution: 1.5790
    per-request statistics:
         min:                                  0.08ms
         avg:                                  0.16ms
         max:                                  0.32ms
         approx.  95 percentile:               0.17ms

Alles in allen um Faktor 3-5 langsamer als ein 6 Euro teureres Produkt bei Netcup.

Strato Support – das Dicke ende:

Alles in allen sicherlich zu verkraften. Durch das „mem_cache“ Modul beim apache2, ein Caching-Plugin in WordPress sowie hier und da ein paar kleine Tweaks konnte ich immerhin erträgliche Ladezeiten erreichen. Doch es lies mir keine Ruhe. Ich schilderte per eMail das Problem beim Support. 3 Tage vergingen, bis zur ersten Antwort. OK, es war ein Wochenende dazwischen, aber Netcup hat i.d.R. innerhalb von 20 Minuten, auch Abend oder Sonntags, Reagiert. Die Antwort von Strato-Support war ernüchert: Es muss an den 2nd Level weitergeleitet werden, da der erste Kundenkontakt keine „technischen Möglichkeiten“ zur Prüfung meines Anliegens nicht haben. Der 2nd Level wiederum konnte auch nichts dazu sagen und erstellte ein Ticket für das Rechenzentrum.

Das Rechenzentrum Reagierte – umgehend. Sie schob meinen vServer von einer aktuellen Intel XEON Plattform auf eine AMD Opteron 2347 HE, von der mir satte 379.443 MHz je Core zugewiesen weden; vorher waren es noch 560MHz. Auch hier: Unter Last werden es nicht mehr, es ist so auf der Plattform skaliert. War es vorher zu niederiglastzeiten noch möglich, noch 12 oder 14 Megabyte/sek von der Platte zu lesen, sind es jetzt herausragende 2 MegaByte/s

Aktueller Sysbench von 31.08.14 22:00

Operations performed:  2426 Read, 1617 Write, 5120 Other = 9163 Total

Read 37.906Mb  Written 25.266Mb  Total transferred 63.172Mb  (2.1054Mb/sec)

  134.74 Requests/sec executed

Diese Leistung ist kaum noch akzeptabel; der Beigeschmack, das dieses erst im Zuge der Reklamation auf eine noch langsamere Plattform gezogen wurde, ist zudem mehr als bitter. Telefonisch, nach 13 Minuten Wartezeit, war der technische Support von Strato  hilflos, was da passiert sei. Er könnte nur eine Rückmeldung auf das Ticket hinterlassen.

Für mich ist dass das Ende meiner Kundenbeziehung bei Strato. War der vServer nach Neubuchung nicht besonders Leistungsstark, was vermutlich bei Strato mittlerweile einfach so kalkuliert und dem Kunden vorgesetzt wird, macht mit das Umziehen von einer recht modernen XEON Plattform auf eine mittlerweile 7 Jahre alte AMD Opteron Plattform, einfach nur Fassungslos.

Dabei will ich nichtmal gezielten bösen willen unterstellen, sondern eine gewisse Gleichgültigkeit dem Kunden gegenüber. Das passt auch in’s Bild, betrachtet man andere Dinge, die Strato so für mich dieses Jahr bereitgehalten hatte.

SEPA Umstellung verbaselt, Server ohne Rückfrage gesperrt:

Es war des 28.2.2014 13:37 als mich von Strato folgende Nachricht erreichte:

wir möchten Sie darüber informieren, dass für Ihren Vertrag unter der Kundennummer 62317062 eine Sperre durchgeführt wurde.

Tatsächlich wurde mein vServer gesperrt. Da ich noch arbeiten war, rief ich gegen 16:30 bei Strato am. Einer sehr unfreundlichen Mitarbeiterin schilderte ich das Problem, woraufhin ich sofort in die Schublade „nicht Zahlender Kunde macht Stress“ gepackt wurde. Für die Mitarbeiterin von Strato war klar: Die SEPA Lastschrift konnte nicht eingelöst werden, der Kunde hab das zu Vertreten und somit sperrte man, noch am – formal – letzten bezahlen Tag vom vorherigen Rechnungslauf meinen vServer. Das war nicht Tragisch, da alles schon bei Netcup lag.

Ich bat sie mir die hinterlegte IBAN vorzulesen; Fakt ist, das sich diese nicht vom meiner Bankverbindung ableiten lies, und ich auch keinerlei Änderungen der Bankverbindung vorgenommen habe. Das legte ich eloquent da, worauf man sich durchringen konnte, der Sache nachzugehen.

Tatsächlich erhielt ich einige Zeit später einen Rückruf von Strato; die gleiche Mitarbeiterin nun sichtlich zerknirscht gab kleinlaut zu, das da wohl „etwas durcheinander“ gekommen sein und man den Server „bald“ wieder Freischalteten. Stunden später ging es, und man dankte nochmal per eMail die „STRATO Experten“ kontaktiert zu haben.

Einmal Gewerbetreibender, nie mehr Privatperson:

Der vServer bei Strato war seit jeher auf mein Gewerbe angemeldet. Mir war klar, das ich damit formal kein Widerrufsrecht habe, da ich kein „Verbraucher“ bin. Das ist dann halt so.

Doch wollte ich ein HiDrive Paket testen; das „WM Spezial“ gefiel mir vom Angebot gut. Nach einer Woche stellte ich fest, keine wirkliche Verwendung dafür habe, und widerrief das Paket. Überrascht war ich, als Strato mir mitteilte, das ich dieses wohl nicht als „Verbraucher“ abgeschlossen, und mir daher kein Widerrufsrecht zusteht.

Nun tun 4,95 Euro mtl. nicht besonders weh; und irgendwofür werde ich dieses Produkt schon verwendet bekommen

Doch das Strato nichts mehr von sich hören lässt, wenn man sagt „bitte legen Sie dar, warum Sie mich in diesem Fall nicht als Verbraucher sehen“, bestätig, was ich von Strato in Sachen Qualität der Produkte und Qualität des Kundenservice halte. Halt; man sendete mir ein Formular, mit dem ich die Verträge auf mich Privat umschreiben lassen kann, damit ich in Zukunft wieder privat Abschliessen kann, und Widerrufsrecht habe Absurd; soll ich von mir auch mich umschreiben ?

Fazit:

NetCup bietet solide Produkte mit verlässlicher Performance, einen hervorragenden Support; bei Backups ist jedoch eine gewisse Eigeninitiative zwingend notwendig. Strato ist aktuell ein paar Euro günstiger, vergleicht man nur die Angaben der Produktbeschreibung. Doch bei vServern zählt, was nachher wirklich zur Verfügung steht; und da bringt eine vollmundige Werbung mit der „HP 3PAR StoreServ Speicherplattform“ nichts, wenn die Performance hinterher nicht stimmt; ob nun einfach zu viele vServer auf dem Host laufen und einfach zu wenig CPU Zeit zur Verfügung stehen, die HP 3PAR“ Plattform doch nicht so viel Leistungsfähiger ist als ein guter RAID50 oder ich einfach nur Pech mit Strato habe, sei mal dahin gestellt.

Für nicht steht fest: So nicht, liebe Strato AG !

Und eines glaube ich euch ganz sicher nicht: Produktupdates ohne Upgrade sind gewiss bei Euch technisch möglich. Ansonsten könntet ihr, getreu dem Sprichwort „schlimmer geht immer“ nach einer Beschwerde meinen vServer nicht auf eine Uraltplattform rüber schieben.

Nachtrag 1.8. 11:15 Uhr: Auch wenn ich ein paar Tage über der Frist bin, einen Lichtblick gibt es bei Strato: Ich konnte Heute die 30 Tage Geld-Zurück Garantie für meinen vServer in Anspruch nehmen

Am 27.4. Mittags in Berlin: Galaxy S4 kaum Verfügbar, verhaltenes Interesse

Um die Zeit bis zum Beginn meines Seminars in Berlin am 27.4. halbwegs Sinnvoll zu nutzen, versuchte ich bei dem bei allen Netzbetreibern angekündigten Verkaufsstart einen ersten Eindruck vom Samsung Galaxy S4 zu erhaschen.

Dieses gestaltete sich schwieriger als erwartet. Zumindest gegen 12:30 an diesem Tage rund um den Alexanderplatz in Berlin war es nur am O2 Shop Alexanderplatz 3 möglich, ein echtes Samsung Galaxy S4 in der Hand zu halten, wenn auch nur im Rahmen des O2 Surf Challenge. Der Shop selbst hatte nicht einmal ein Demo Gerät Vorrätig, und war damit in guter Gesellschaft mit den Vodafone und BASE Shops. Aber nicht nur die Ausstattung der Shops mit Demo-Geräten schien dem Verkaufsstart in Deutschland ein leicht negatives Bild zu geben, auch das Interesse war sehr verhalten. Meist war ich der einzige und oft auch der einzige bis zu diesem Mittag, der sich Konkret für das Gerät interessierte.

All das konnte nicht jedoch nicht abhalten und natürlich nutzte ich die einzige sich mir bietende Möglichkeit, das Samsung Galaxy S4 einmal selbst in der Hand zu halten, und war von der Haptik positiv überrascht. Es lag gut in der Hand und machte trotz Plastik keinen wirklich „billigen“ Eindruck, wenngleich mir eines anderes Konzept für das Gehäuse auch als durchaus angemessen erscheint. Auch die Bedienung des Touch-Screens wirkte für mir enorm viel flüssiger und eindeutiger, als ich es von anderen Android Geräte gewohnt war (darunter auch das HTC OneXL), wenngleich es in meinen Augen nicht ganz an iOS Geräte heran reicht. Anders beim Display. Dieses scheint extrem Kontrastreich, und trotz der AMOLED Technik weit Schärfer als jedes meines iPhone 5.

Nun bleibt selbst nur zu hoffen, das ich in den nächsten Tagen selbst mein SG4 in er Hand halten kann. Wenn es soweit ist, wird es auch einen detaillierten Bericht über meine Eindrücke geben.

Lernen und Kreuzen: Alternative Angebote wachsen

Im Januar 2013 habe ich an dieser Stelle über kenHub berichtet, einem jungen Anatomie-Lernportal. Hier hat sich in der Zwischenzeit einiges getan: Die Übungsaufgaben wurden in den Anatomiegebieten rund um den Bewegungsapparat deutlich erweitert und es ist nun ein Anatomieatlas online verfügbar. Damit sind der Rumpf sowie die obere- und untere Extremität nun komplett inkl. der Leitungsbahnen, also Gefäße und Nerven enthalten. Auch die einzelnen Aufgaben wurden noch einmal verfeinert sowie das Portal an vielen Stellen im Detail verbessert. Fehlen tun hier weiterhin ZNS- sowie Organanatomie, so das kenHub allein vom Inhalt her noch nicht durch die komplette Anatomie führen kann.

Aber auch auf einen anderen, für den Studenten leidvollen Gebiet tut sich einiges: Beim Kreuzen für das Hammerexamen – oder wie es in Zukunft nach den neuerlichen Studienreförmchen auch immer genannt werden mag. Mit AMBOSS auf www.miamed.de ist nun ernst zu nehmende Konkurrenz für die etablierten Examens-Lernportale Thieme Examen Online sowie Mediscript Online vorhanden. Das Produkt von miamed wirkt dabei für mich deutlich aufgeräumter, schneller und einfacher strukturiert als die Konkurrenten aus dem Hause Thieme und Elsevier, und läuft zudem tadellos auf meinem iPad mini, was bei den anderen beiden Portalen zumindest zum Frühjahr 2012 noch nicht immer gegeben war.

Ich werde miamed’s AMBOSS die Tage mal ausgiebig auf Herz und Nieren testen. Überzeugen konnten mit die beiden anderen, etablierten Portale nie wirklich, so das ich sehr gespannt bin, was mich genau erwartet.

Einen Vorgeschmack gibt es hier auf dem amboss.miamed.de im Tutorial.

kenHub – junges und Ambitioniertes Anatomielernprotal

In den letzten Tagen konnte ich mir mit kenHub, ein neues Anatomie-Lernportal genauer anschauen. Dabei war der erste Eindruck sogleich Positiv, denn es funktionierte sowohl auf einen Nexus 7 als auch auf einen iPad mini Einwandfrei; das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, denn bis z.B. das Examen Online von Thieme halbwegs auf einen iPad nutzbar war, vergingen knappe 2 Jahre. Aber dieser erste Eindruck soll nicht darüber hinweg täuschen, das es sich bei kenHub um ein Projekt handelt, das noch in in der Entwicklung steckt. Nicht umsonst ist es als „beta“ ausgewiesen.

Konzept:

Das Konzept ist einfach. Zuerst wird sich 2 Anatomischen Strukturen gewidmet, die es voneinander in verschiedenen Perspektiven zu unterscheiden und zuzuordnen gilt; später muss je eine dieser Strukturen aus einer größeren Anzahl an Abbildungen korrekt erkannt werden. Dieses gescheit in beiden Fällen durch „anklicken“ der korrekten Abbildung. Anschliessend muss im Auswahl- oder Buchstabierverfahren benannt werden, welche Abbildung gezeigt wird. Die dabei verwendeten Abbildungen (laut Angaben von kenHub eine eigene Entwicklung), erscheinen mir persönlich recht übersichtlich, ohne auf die notwendige Details zu verzichten.

Daneben verfügt kenHub über eine wachsende Anzahl von Lerntexten zu Anatomischen und Anatomisch-Klinischen Themen wie z.B. einzelne Muskelgruppen („Der Musculus popliteus“) oder klinischen Themen („Das Osteosarkom“ oder „Sprunggelenksverletzungen“).

Umfang:

Aktuell besteht das Lernangebot von kenHub 18 Trainingssitzungen, darunter 9 zur unteren Extremität, 7 zur oberen Extremität sowie 2 zur Wirbelsäule. Ein einer Trainingssitzung werden nochmal eine Vielzahl von Anatomischen Stukturen in 4 Durchgängen – Erkennen, Unterscheiden, Benennen und Buststabieren – gelehrt und abgefragt. Während die knöcherne Strukturen und Muskulatur schon recht komplett enthalten sind, scheint mir das Training in Bezug auf die Leitungsbahnen noch nicht komplett. Zudem fehlen noch Schädel und Rumpf beim Bewegungsapperat, sowie die komplette Organ- und Neuroanatomie.

Laut Niels Hapke, dem Geschäftsführer von kenHub, befinden sich diese Bereich aber noch im Ausbau.

Reicht das ?

Anatomie war für mich das Fach, wo ich am wenigsten wusste, welches Thema man wie Detailliert lernen muss. Teilweise sind nicht nur die Unterschiede zwischen den einzelne Universitäten sehr verschieden, sondern bestimmte Dozenten haben in Ihren Testaten verschiedene Schwerpunkte. Daher wird kenHub wohl kaum das vom Dozenten nahegelegte Anatomiebuch ersetzen können, selbst dann nicht, wenn die Lerntexte noch deutlich weiter ausgebaut werden. Sie werden leider schlicht nie den Stil einen Dozenten treffen, der sich auf ein bestimmtes Standardwerk eingeschossen hat. Und aktuell wird kenHub wohl auch keinen Anatomieatlas ersetzen, der einen den Gesamteindruck über die topographischen Anatomie bieten; zumindest nicht im aktuellen Ausbaustand.

Kurz: Um durch die ganze Anatomie zu kommen wird kenHub alleine auch nicht reichen. Und das ist in meinen Augen auch das große Manko. Was es aber recht gut macht ist das leidliche Auswendiglernen von anatomischen Strukturen zu erleichtern. Man könnte meinen, das genau das sogar bei kenHub spass macht.

Preisgestaltung:

Ein leidliches Thema bei Literatur- und Lernprogrammen für das Studium ist der Preis. Aktuell ist kenHub für 7 Euro mtl. zu haben. Schliesst man das Abo, welches jeden Monat gekündigt werden kann, jetzt ab, erhält man kenHub dauerhaft zu diesem Preis. Dabei“ spart“ man Dauerhaft 8 Euro mtl., so das es wohl in Zukunft 15 Euro kosten soll. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was ein fairer Preis ist; 15 Euro im Monat scheinen mir rückblickend auf meine Studentenzeit ein stolzer Preis, den ich sicherlich nicht gezahlt hätte. Meine Schmerzgrenze wäre bei etwa 10 Euro gewesen.

Umgekehrt ist kenHub eine komplette Neu- und Eigenentwicklung, die ohne einen großem Verlag im Hintergrund ein Anatomielernportal schaffen will, das einen durch die Anatomie im Studium bringt. Daher halte ich es für durchaus verständlich, das kenHub durchaus ein paar Euro im Monat kosten soll. Auch auch hier scheinen die Dinge noch im Fluss zu sein.

Mein persönlicher Eindruck:

Ich war erstaunt, wie viele Strukturen ich in den Übungen noch auf Anhieb erkannt habe. Eine gute Basis für Spaß und Motivation durch Erfolgserlebnisse. Das mehrfache und abgestufte Wiederholen der gleichen Strukturen haben mir auch das Gefühl von einen Lernfortschritt gegeben. Das ist mir früher viel schwerer gefallen, und ich wäre rückblickend froh gewesen, hätte es 2004/2005 schon so ein Portal gegeben.

Ausblick:

Mehr noch als Hilfsmittel für den einzelnen Studenten sehe ich Portale wie kenHub an einer Stelle, wo sie vielleicht irgendwann die Lehre an den Universitäten verändern. Rückblickend hat mir persönlich das Präparieren sehr wenig gebraucht; ein lebender Situs sieht ganz anders aus, ein Schnittbild im Ultraschall hat noch weniger was mit einen Schritt für Schritt auseinandergeschnittenen Körperspender zu tun als der eingeschränkte und unterlegte Blick auf die Anatomie am lebenden Menschen. Lediglich das Vorbereiten auf Testate am Körper hat mir wirklich etwas gebracht, was auch hängen geblieben ist.

Kurz: Gerade die Anatomie scheint mir vielfach frischen Wind zu vertragen; und da sind derartige Portale in meinen Augen der Richtige weg.

In den Nächsten Tagen und Wochen werden ich kenHub sowie einige anderen Anatomie-Apps und Portale genauer vorstellen.

Link zum Portal: www.kenhub.com

Checkme! klinikstandards – Leitlinien-Groupware für Ärzte mit Smartphone

Am 1.10.2012 hat Elsevier im Apple AppStore sowie in Google PlayStore eine App mit Behandlungsstandards zu den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie sowie zur Notfallversorgung veröffentlicht.

Dabei wären Applikationen mit Leitlinien auf den ersten Blick nichts besonderes mehr. Viele Fachgesellschaften sind mit ihren Leitlinien in App-Form bereits im Smartphone-Zeitalter angekommen, und z.B. auch die Komplette pocket-Reihe aus dem Verlagshaus Boerm Bruckmeier gibt es unlängst für iOS und Android.

Der Clou ist hier ein anderer: Anders als Leitlinien zu Rezitieren, oder ein kurzes und knappes Taschenbuch auf das Smartphone zu bringen, geht Elsevier hier einen anderen Weg: Die Klinikstandards werden vom Elsevier-Autorenteam anhand von Leitlinien zur evidenzbasierte Therapie aufbereitet und in der App sowie über die Webplattform http://www.klinikstandards.de/ zur Verfügung gestellt. Dabei wird dem Nutzer die Möglichkeit gegeben, diese an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Bei den Standards zur Reanimation können so z.B. gleich die Hausinternen Notrufnummern eingepflegt werden; aber auch Hausinterne Handlungsanweisungen können eingepflegt werden; für den persönlichen Gebrauch als „Notizbuch“, oder aber auch zur Freigabe über frei zu verwaltende Gruppen.

Dabei ist die Grundversion, in der man unbearbeitete Standards von Elsevier zugreifen kann, kostenfrei.

Wer die Standards anpassen und ggf. seinen Kollegen freigeben will, muss Jährlich 9,99 Euro bezahlen.

Ich habe von Elsevier einen kostenfreien Zugang erhalten, und werden den in den nächsten Tagen testen und hier mein Fazit schreiben. Positiv ist mir aufgefallen, das gestern bereits eine für das iPhone5 / Longphone angepasste Version nachgeschoben wurde.

Link zum AppStore: Checkme! iOS (AffiliateLink)

Link zum Google PlayStore: Checkme! Android

iPhone5 – kaufen oder nicht ?

Glaubt man Apple, haben mehr Menschen als je zu vor diese Frage für sich schon beantwortet: iPhone 5 Pre-Orders Top Two Million in First 24 Hours. Doch wer hätte etwas anderes erwartet ?

Viele andere werden noch vor der Entscheidung stehen, ob es noch ein neues iPhone dieses Jahr geben wird oder nicht. Der Entscheidungsprozess ist ja, wie bei den meisten Apple Produkten, relativ berechenbar: Dagegen entscheiden sich die wenigsten bewusst; es ist immer nur die Frage: Kann man sich das „Ja“ zu einen neuen Apple Produkt noch im aktuellen Produktzyklus abringen, oder überdauert der Entscheidungsprozess die nächsten 12 Monate bis zur neuen Gerät ? 

Harte Vernunftsentscheidungen hat gibt es in meinen Augen weder beim Switch zu Appleprodukten, noch bei Erwerb eines neuen Apple Produktes.

Doch was spricht wirklich für ein neues iPhone, und was dagegen ? Ein paar Aspekte möchte ich beleuchten, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

– Das neue Display und der neue Formfaktor:

Das iPhone ist leichter (112g zu 140g) und dünner (7,6mm zu vorher 9,3mm) als sein Vorgänger. Dabei war das iPhone4s nie ein schweres oder gar dickes Telefon; nur das iPhone 5 ist nochmals dünner geworden, bei einen deutlich größeren Display von 1136×640 Bildpunkten ggü zuvor 960×640 Bildpunkten. War das alte Seitenverhältnis noch 3×2, entspricht das jetzige etwa oder 3,5×2. Wie es sich im richtigen leben anfühlt, wird jeder für sich herausfinden müssen. 

Die Entscheidung, am der breite des iPhones nicht zu ändern, sondern das Display in die Länge zu ziehen, kann ich persönlich viel abgewinnen. Komme ich z.B. bei einen HTC OneXL doch sehr schnell an die grenzen dessen, was ich mit meinen Daumen noch in der 1-Finger Bedienung machen kann, ist dieses beim iPhone 5 wohl genauso problemlos möglich, wie mit dem iPhone4S.

An der reinen Pixeldichte hat sich demnach aber beim iPhone 5 nichts geändert. Betont wurde aber, dass das Displayglas dünner sei, und darunter die Farben brillanter wirken würden.

– Die Ausstattung mit LTE:

Dieses ist das größte Manko des iPhone 5. Ich hätte gut verstehen können, keinerlei Augenmerk auf die Unterstützung von LTE in Europa zu setzen, und – wie bei dem new iPad – LTE lediglich in Nordamerika zu unterstützen. Doch beim iPhone 5 wirkt es mir mit der Halbherzigen Unterstützung für Europa wie gewollt und nicht gekonnt; und das kann man Apple eigentlich sonst kaum vorhalten, denn der Verzicht auf eine Technologie war meist eine Tugend.

Aber halbe Sachen hätte ich nicht erwartet. Ehr noch ein EU Modell ganz ohne LTE….

Doch in Deutschland, halt in ganz Europa, stehen wir nun vor einen Dilemma: Es wird nur LTE 1800Mhz unterstützt. Das verwenden genau 2 iPhone Partnernetze in Europa: Everything Elsewhere in UK und die Deutsche Telekom. Zumindest bei der letzten ist es jedoch nicht so einfach. So sind weite Teile der LTE Netzes der Telekom auf Basis der weitreichenden LTE 800 MHz Technologie realisiert, und das gerade dort, wo von LTE am ehesten Profitiert: Auf dem Land, wo bisher nur EDGE war.

Die einzig in Deutschland mit dem iPhone 5 nutzbare LTE Abdeckung begrenz sich aktuell auf ca. 60 Städte, und dieses oft nichtmals in die Randbereiche rein, sondern reinweg das Kerngebiet. Doch hier wird man in meinen Augen von LTE nur in einer Situation Profitieren: Datennutzung bei Großveranstaltungen. Das mag für den ein oder anderen ein Argument sein, für die meisten jedoch von relativ wenig belang. Genauso wie es an sich vollkommen egal ist, ob man mit 6 mbit/s oder 50 mbit/s auf dem mobilen Gerät surft. Interessant wird LTE nur beim Tethering… Und da braucht man dann erstmal Tarife, die das entsprechende Datenvolumen aufweisen.

Bei allen anderen sehe ich kaum einen nennenswerten Vorteil; dabei lasse ich mal aussen vor, das die Netzbetreiber wohl mittelfristig das Wachstum der Datennutzung nur noch mit LTE wirklich bewältigen können.

Kurz: Dass das iPhone 5 LTE unterstützt ist schön, aber für Europa absolut irrelevant. Es sich aus diesem Grunde zu kaufen, und ggf. sogar zur Telekom zu wechseln, wenn man anderenorts zufrieden mit Vodafone oder O2 ist, halte ich für kaum Sinnvoll.

– Die Prozessor und Grafikleistung:

Die Demos der Keynote waren wieder einmal beeindruckend. Mit harten Fakten zur wirklichen Leistung hält sich Apple gerne vornehm zurück. Benchmarks werden ebensowenig genannt, wie Speicherausstattung oder Taktrate der CPU mit weiteren Kennwerten, die eine grobe Einschätzung der Leistung erlaube.

Daher wird man hier abwarten müssen, bis erste iPhones zerlegt wurden und erste Erfahrungsberichte von Usern auftauchen.

Aber bei einen bin ich mir sicher: Wie immer wird die Leistungssteigerung so merklich ausfallen, das man, einmal ein iPhone 5 in der Hand, nicht mehr zurück möchte zu seinen alten Gerät.

– Sonstige Features:

Bessere Frontkamera, welche jetzt 720p HD Videos für Facetime erlaubt. Eine optimierte Foto- und Videokamera mit weiterhin 8 Megapixel auf den Rückseite. Aktive Beseitigung von Störgeräuschen bei den eingebauten Microphonen sowie sogenanntes HD Voice über GSM/3G (z.Zt. in Deutschland nur bei der Deutschen Telekom zu finden) verbessern die Gesprächsqualität sind weitere Verbesserungen, die man nennen kann. Und auch verbessere Akkulaufzeiten sollen erreicht werden.

– Fazit:

679 Euro bei Apple direkt (bei den Netzbetreibern meist deutlich teurer) für das kleinste iPhone ist es – wie immer – das ganze nicht wert. Trotzdem werden es sich die meisten Kaufen, und auch ich bin einen iPhone 5 nach erster Enttäuschung über die in meinen Augen misslungene LTE Unterstützung dem iPhone 5 nicht abgeneigt.

Wer es sich kaufen möchte, kann dieses gerne tun. Entweder bei Apple Direkt, oder bei einen der 3 Apple Partnernetze in Deutschland: Telekom, Vodafone und O2 

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